Die Ritterorden

Johanniter Herrenmeisters Johanniter Herrenmeister
S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preussen, Sommer 2008
Malteser Grossmeister Malteser Grossmeister
S.E.H. Fürst Frá Matthew Festing, Sommer 2011
Die Ursprünge des Johanniter- und Malteserordens reichen ins 11. Jahrhundert zurück. Als die ersten Kreuzfahrer 1099 Jerusalem erreichten, bestand dort eine Bruderschaft, die dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht war. Sie nahm kranke und bedürftige Pilger auf, versorgte aber auch die einheimische christlich, jüdische und muslimische Bevölkerung.

Im Jahr 1113 erkannte Papst Paschalis II. die Hospitaliter als Orden an. In der Folgezeit übernahm er zunehmend auch militärische Aufgaben zum Schutz der Kranken und der christlichen Gebiete. Nach dem Verlust des Heiligen Landes 1291 erlebte der Orden eine bewegte Geschichte, die auch die Reformation einschliesst, die von einem Teil der Ordensmitgliedern unterstützt wurde. Seither existieren der römisch-katholische Malteserorden und der protestantische / reformierte Johanniterorden.

Mit dem Verlust der Insel Malta 1798 endete auch die militärische Rolle des Ordens, der seitdem allein humanitäre Aufgaben betreut.

Heute unterhalten beide Orden Spitäler in verschiedenen Ländern, führen Ambulanztransporte durch und unterstützen kranke und in Not befindliche, leidende und gefährdete Personen in der ganzen Welt. Es sind voneinander unabhängige, nach Glaubensrichtungen orientierte Organisationen, die sich durch die Geschichte im Zeichen des achtspitzigen Kreuzes vereint sehen.

In der Schweiz sind die Orden durch die Schweizerische Kommende des Johanniterordens mit Sitz in Bern und die Helvetische Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens mit Sitz in Luzern vertreten. Seit der Gründung der Ritterhausgesellschaft Bubikon sind die Orden durch je einen Vertreter im Vorstand eingebunden.

Links

www.johanniterorden.de
www.orderofmalta.org
www.orderofstjohn.org

Achtspitziges Kreuz

Achtspitziges Kreuz

Das Malteser-/Johanniter Ordenskreuz erinnert an den Tod Christi und versinnbildlicht mit seinen acht Spitzen die acht Seligpreisungen der Bergpredigt.